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Online - Die Geschäftsidee

Pay-per-View (PPV)

Wer mit dem Gedanken spielt, eine eigene Homepage zu betreiben oder das sogar schon tut, steht zunächst einmal vor Kosten. Servermiete, Softwareanschaffungen und nicht zuletzt die eigene Arbeitszeit wollen bezahlt werden. Sofort kommt die Frage auf: Kann man im Internet nicht auch Geld einnehmen, statt es nur auszugeben? Kann man sich ein kleines Zubrot verdienen? Vielleicht auch mehr als das?

Sicher kann man. Wer aber schon mal versucht hat, die Worte "Geld verdienen" zu googeln, der weiß, dass unseriöse Anbieter und zwielichtige Pseudo-Seiten eher die Regel als die Ausnahme sind. Auch die Entscheidung für einen der fairen Partner fällt nicht leicht, denn vielleicht ließe sich ja anderswo noch mehr verdienen.

PCFreunde.de erforscht die Möglichkeiten, mit der eigenen Website Geld zu verdienen und benennt konkrete Zahlen, faire Anbieter und realistische Chancen.

Wie das Geld zur Homepage kommt
Jenseits eines eigenen Online-Shops gibt es nur eine Möglichkeit, im Internet Geld zu verdienen: Werbung. Durch das Einbauen von Werbegrafiken und Textlinks kann jeder Webseiten-Betreiber (der sogenannte Affiliate oder Publisher) verschiedensten Anbietern (den sogenannten Merchants) Gelegenheit geben, auf ihre Produkte hinzuweisen. Führt diese Werbung dazu, dass sich die Besucher der Affiliate-Homepage auf die Web-Präsenz des Merchants locken lassen und dort vielleicht sogar etwas kaufen, wird eine Vermittlungsprovision fällig.

Wann genau diese Provision fällig wird, ist jedoch unterschiedlich. Verschiedene Bezahl-Modelle decken die Bedürfnisse der Werbetreibenden ab. Die simpelste Internet-Vermarktungsmethode funktioniert wie Fernsehwerbung: Nach dem Gießkannenprinzip wird die Werbebotschaft hinausposaunt, in der Hoffnung, dass der eine oder andere Nutzer schon Interesse haben wird. Der Werbetreibende zahlt für jeden Konsumenten, der seine Werbung sieht, auch wenn sie diesen gar nicht interessiert. Das Internet-Äquivalent dieser Werbeform findet in Form von Bannern, Pop-Ups und Layern statt, die in oder über die eigentliche Webseite gelegt werden. Bezahlt wird vom Werbetreibenden pro Tausend Netznutzern, die mit seiner Werbung erfolgreich konfrontiert wurden. Üblicherweise liegt der dementsprechende Tausender-Kontakt-Preis (TKP) zwischen 3 € und 9 €.

» Pay-per-Click (PPC)
Beim Pay-per-Click-Prinzip wird die Provision erst fällig, wenn ein Besucher tatsächlich auf ein Werbefeld klickt. Mittels eines eindeutigen Referrer-Codes, der durch den Klick übermittelt wird, erfährt der Werbende, wem er seinen neuen Besucher zu verdanken und wen er also zu bezahlen hat. Pro Klick kann der Referrer, der den Besucher vermittelt hat, mit 0,05 € bis 0,30 € rechnen.

» Pay-per-Lead (PPL)
Beim Pay-per-Lead-Verfahren sind noch höhere Anforderungen an die Vermittlungsprovision geknüpft. Erst, wenn der vermittelte Besucher eine festgelegte Aktion auf der Seite des Merchants durchgeführt hat, bekommt der Affiliate sein Geld. Eine solche Aktion kann beispielsweise das Abonnieren eines Newsletters oder das Anlegen eines Mitgliedskontos sein. Für jeden auf diese Weise neu gewonnenen Kunden wird eine feste Provision ausgeschüttet, die zwischen 5 € und 120 € liegt.

» Pay-per-Sale (PPS)
Das Pay-per-Sale-Modell entspricht der klassischen Provision: Kauft ein vermittelter Kunde beim Händler ein, bekommt der Vermittler einen Teil des Umsatzes. Diese Beteiligung wird prozentual ausgeschüttet und liegt meist zwischen 3 % und 30 %. Dabei können dank langlebiger Cookies auch Einkäufe berücksichtigt werden, die erst Tage oder Wochen später vom vermittelten Kunden getätigt werden. Mehr ...

Kontextsensitive Werbung mit Googles AdSense
Was sich keine Tageszeitung erlaubt, ist im Internet gang und gäbe: Das Platzieren von Werbeannoncen, die in direktem Zusammenhang mit dem Inhalt der Publikation stehen. Die Verknüpfung von redaktionellem Inhalt und Reklame nennt sich kontextsensitive Werbung und wird im Internet vom Suchmaschinen-Giganten Google dominiert. Googles AdSense-Programm ist der mit Abstand größte Anbieter von maßgeschneiderten Annoncen.

Das AdSense-System basiert darauf, dass die Texte der teilnehmenden Websites automatisch nach bestimmten Schlüsselworten durchsucht werden und anschließend Werbung eingeblendet wird, die zu diesen Schlüsselworten passt. Das Recht, zu bestimmten Schlüsselworten Werbung einzublenden, versteigert Google im Rahmen seines AdWords-Programms und tritt insofern auch nur als Mittler zwischen Merchant und Publisher auf.

Der Verdienst, der mit Googles AdSense-Programm für Webmaster zu erzielen ist, ist schwer vorherzusagen. Standard bei AdSense ist aber das Pay-per-Click-Modell und Erfahrungsberichten von AdSense-Teilnehmern zufolge kann man im Schnitt mit 0,20 € pro erfolgtem Besucherklick rechnen.

eBays RelevanceAds
Das Prinzip von eBays RelevanceAds entspricht dem von Googles AdSense-System weitgehend. Nur werden statt versteigerten Werbeannoncen Hinweise auf eBay-Auktionen eingeblendet, die zum Thema der werbenden Seite passen. Der Verdienst eines eBay-Partners ist noch schwerer vorherzusagen als der eines AdSense-Affiliates, denn eBays Werbemodell kombiniert Pay-per-Click, Pay-per-Lead und Pay-per-Sale und mischt noch einen dynamischen Qualitätsindex dazu. Die Teilnahme an den RelevanceAds ist aber – wie übrigens bei allen Affiliate-Programmen – kostenlos und insofern bleibt Interessierten nur eins: Ausprobieren.

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