Regeln für erfolgreiches Networking
Networking ist ein lernbares methodisches Vorgehen und wer die richtigen Menschen kennt und von ihnen geschätzt wird, profitiert in allen Lebensbereichen davon. Erfolgreiche Menschen haben immer ein größeres und besseres Netzwerk sozialer Beziehungen als andere. Networking ist ein methodisches und systematisches Vorgehen, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen zu pflegen und längerfristig zu gestalten und alles mit der Absicht der gegenseitigen Förderung, des Austausches und des persönlichen Vorteils. Ob es um einen Tipp, eine Information oder um eine Empfehlung geht: Wer über ein funktionierendes Netzwerk verfügt, kommt schneller ans Ziel - beruflich wie privat. Moderne Netzwerke und persönliches Networking haben aber nur sehr wenig mit "Vetternwirtschaft", "Nepotismus" oder "Seilschaften" zu tun. Beim Networking geht es um offene und ehrliche Kommunikation. Es geht um die menschliche Grundfähigkeit, Beziehungen zu anderen zu knüpfen, zu pflegen und erfolgreich zu gestalten. Beziehungsintelligenz ist die Fähigkeit, auf die es ankommt. "Networking" ist daher die methodische und systematische Pflege eines Kontaktnetzes, von dem man privat wie beruflich profitieren kann. Gleichgültig, ob er einen kompetenten Spezialisten für Augenleiden, einen Anwalt für Steuerrecht oder Tipps für die Bewerbung bei einem Unternehmen braucht, der erfolgreiche Netzwerker kennt jemanden, den er um Rat fragen kann. Ein solches Netzwerk entsteht natürlich nicht von alleine, sondern will sorgfältig aufgebaut und ständig gepflegt werden.
» Mache Gespräche zu einem Erlebnis.
Kontakte sind immer kommunikative Begegnungen, die von Deinen Worten und Deiner Körpersprache leben. Werde zum Kommunikationsprofi. Lernen und praktizieren die feinen Unterschiede der verschiedenen Gesprächsarten. Reden ist Gold, Schweigen ist Silber. Schweige nur dann, wenn Du aufmerksam zuhörst. Nur wenn Du auf andere zugehen und etwas sagst, wirst Du auch Menschen kennen lernen. Rede nicht blind drauflos. Das, was Du sagst, muss immer positiv sein und Dein Gegenüber persönlich betreffen. Überlege, was für die Situation und den Gesprächsablauf passend ist. Unterscheide Dich in dem, was Du sagst, von anderen. Sei prägnant. Erzähle Geschichten. Unterhalte andere, indem Du kleine Ereignisse emotional ansprechend darstellen.
» Sei aufmerksam und dem anderen zugewandt.
Wende Dich jedem Menschen mit voller Aufmerksamkeit zu. Schaue ihn an, und lasse ihn Dein Interesse und Deine Anteilnahme auch spüren. Interessiert zu fragen ist besser, als das Gegenüber mit Feststellungen zuzuschütten. Dein Interesse an dem anderen darf nicht taktlos sein und seine Intimsphäre verletzen. Sei immer ein guter und interessierter Zuhörer.
» Gebe Dich immer wohlwollend und positiv.
Negative Kritik hat beim Erstkontakt nichts zu suchen. Gebe dem anderen auch keine ungebetenen Ratschläge. Wenn Du ihm sagst, was er tun soll, benenne zugleich, was er bisher falsch gemacht hat. In einer längerfristigen Beziehung haben Kritik und Ratschläge einen anderen Stellenwert. Sie sind dann möglich, wenn eine stabile emotionale Basis für die Beziehung besteht.
» Stelle Dich gekonnt vor.
Lerne wie, Du Dich einprägsam vorzustellst. Wie Du das genau machst, sagt viel über Dich aus. Habe den Mut, Dich anderen zu präsentieren. Wenn Du bemerkt werden und bekannt bist, kannst Du mühelos Deine Kontakte vervielfältigen. "Bescheidenheit" ist nicht das richtige Wort für Deine Selbstdarstellung. Diese darf niemals übertrieben oder peinlich sein. Du solltest aber auch nicht zu schüchtern und abwehrend, also zu bescheiden sein.
» Suche Gemeinsamkeiten, Gegensätze ziehen sich niemals an.
Erste Gemeinsamkeiten stellen die Brücken zum anderen her: Herkunft, Interessen, Tätigkeiten, Wünsche, Vorstellungen, Erlebnisse und Erfahrungen. Tausche Deine Adresse und Visitenkarte dann aus, wenn Du die ersten Anzeichen von Gemeinsamkeiten entdeckt hast. Versuche in jedem Kontakt und in jedem Gespräch weitere Gemeinsamkeiten zu finden und zu vertiefen.
» Werde Meister im Small Talk.
Die kleine Unterhaltung dient dazu sich kennen zu lernen, Kontakte aufrechtzuerhalten und ernsthafte Gespräche vorzubereiten. Beim Small Talk geht es niemals darum, Probleme zu diskutieren oder Konflikte zu lösen. Meide kontroverse Themen der Politik, Religion und Weltanschauung. mache auch keine Witze auf Kosten anderer. Humor ist nur dann angebracht, wenn er positiv und unterhaltend wirkt. Small Talk ist die einzige Gesprächsart, die nur bei positiver emotionaler Grundstimmung funktionieren kann.
» Bleibe im Kontakt mit anderen.
Stelle zu den Menschen, die Du kennen gelernt hast, immer wieder eine Verbindung her. Die Mittel dazu sind vielfältig: telefonieren, schreiben, treffen und besuchen. Trete immer wieder mit dem anderen in Kotakt, auch wenn Du ihm nichts verkaufen willst und kein konkretes Anliegen hast. Erst wenn Du Kontakte der Kontakte wegen pflegst, werden daraus Beziehungen.
Bedanke Dich.
Für alles, was Du erhälst, solltest Du Dich bedanken: eine Einladung, die Teilnahmen an einem Essen, ein interessantes Gespräch, wichtige Informationen, nützliche Tipps und Ratschläge, Präsente und alle anderen "Kleinigkeiten". Bedanke Dich aber niemals bevor Du etwas erhalten hast, sondern immer danach. Bedanke Dich nicht pauschal, sondern konkret mit einer detaillierten Beschreibung, welchen Wert das Erhaltene für Dich konkret hat. benutze das bedanken auch als Anlass, den Kontakt zu Personen herzustellen.
» Rede "NIE" schlecht über andere.
Negativer Klatsch und Tratsch ist manchmal recht vergnüglich und schafft eine Gemeinsamkeit mit dem Gesprächspartner. Du erhälst dafür aber im Endeffekt nur Minuspunkte: von Deinem Gesprächspartner und von dem Objekt Deines Tratsches, wenn derjenige davon erfährt.
» Mache Komplimente und nehme Komplimente an.
Komplimente zu machen bedeutet nicht, leere Schmeicheleien zu verteilen. Suchen und finde bei den Menschen positive Eigenschaften und Verhaltensweisen, und sage ihnen, wie sehr Du sie schätzt. Weise Komplimente, die Dir andere machen, nicht zurück oder werte sie ab. Da Du ehrlich erfreut bist, zeige es auch und bedanken Dich für das Kompliment.
» Vermittel Kontakte.
Wer Networking betreibt, will nicht nur selbst Kontakte haben, sondern soll immer auch anderen Kontakte vermitteln. Überprüfe ständig die Mitglieder Deines Netzwerkes, um Verbindungen unter ihnen herzustellen. Wer könnte sich für wen interessieren? Wer könnte für wen ein Problem lösen? Wenn Du selbst einen Kontakt vermittelt bekommst hast, halte den Vermittler über den Verlauf der Beziehung zu dieser Person auf dem Laufenden.
» Frage andere um Rat und Hilfe.
Über Networking kannst Du nicht nur Menschen kennen lernen und Kontakte pflegen. Networking basiert auf dem Gegenseitigkeitsprinzip von Rat, Hilfe und Unterstützung. Habe auch den Mut, die Mitglieder Deines Netzwerkes sozialer Beziehungen um etwas zu bitten. Beachte aber, dass einige Menschen vom Verkauf Deiner Informationen leben. Sie können nicht erwarten, durch Networking jeden Rat umsonst zu bekommen.



